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292.
Wir sind gegen andere aufrichtiger als gegen unsselber.
293 -
Wenn hundert Menschen bei einander stehn, verliertein jeder seinen Verstand und bekommt einen andern.
294.
(Vgl. oben S. 227, Nachträge zu Zarathustra, Nr. 114.)
Der Hund bezahlt Wohlwollen mit Unterwerfung.Die Katze geniesst sich selber dabei und hat ein wol-lüstiges Kraftgefühl: sie giebt nicht zurück.
295 -
(Vgl. Jenseits, Aph. 182.)
Die Vertraulichkeit des Überlegenen erbittert, weilsie nicht zurückgegeben werden darf. Dagegen ist Höf-lichkeit ihm anzurathen, das heisst der beständige An-schein, als ob er etwas zu ehren habe.
296.
Dass ein Mensch uns bequem fällt, rechnen wir gernseiner und unserer Moralität zu gute.
297.
Wer arm an Liebe ist, ist geizig selbst mit seinerHöflichkeit.
297a.
Wer es redlich mit den Menschen meint, ist geizigselbst noch mit seiner Höflichkeit.
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