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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
Seite
405
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(Vgl. Band XI, Nachträge zur Morgenröthe, Aph. 171.)

Die Frauen sind viel sinnlicher als die Männer, ge-rade weil sie sich der Sinnlichkeit als solcher beiweitem nicht so bewusst werden wie diese.

223.

(Vgl. Meinungen und Sprüche, Aph. 95; Antichrist, Cap. 23.)

Allen Frauen, denen die Sitte und die Scham dieBefriedigung des Geschlechtstriebes untersagt, ist die Reli-gion, als eine geistige Auslösung erotischer Bedürfnisse,etwas Unersetzbares.

224.

Herzensbedürfnisse. Die Thiere, welche eineBrunstzeit haben, verwechseln nicht so leicht ihr Herzund ihre Begierde: wie es die Menschen und namentlichdie Weibchen thun.

225.

Wenn ein Weib einen Mann angreift, so ist es nur,um sich vor einem Weibe zu vertheidigen. Wenn einMann mit einem Weibe Freundschaft schliesst, so meintes, er thue es, weil er nicht mehr erreichen könne.

226.

Dieses Jahrhundert liebt es, den geistigsten Männerneinen Geschmack für unreife, geistig arme und demüthigeVolks-Weiberchen zuzusprechen, der Geschmack Faustensfür Gretchen: dies zeugt wider den Geschmack des Jahr-hunderts und seine geistigsten Männer.