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2 10 .
„Meine Liebe erregt Furcht, sie ist so anspruchsvoll!Ich kann nicht lieben, ohne zu glauben, der, den ich liebe,sei bestimmt, etwas Unsterbliches zu thun. Und er er-räth, was ich glaube, was ich — fordere!“
211.
„Ich ärgere mich: denn du hast Unrecht,“ — so denktder Liebende.
2 12 .
Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Ver-langen der Liebe, sondern der Eitelkeit und Sinnlichkeit.
213.
Es ist erstaunlich, zu welcher Thorheit selbst dieSinnlichkeit durch die Liebe verlockt werden kann: wiedie Sinnlichkeit allen guten Geschmack verliert und dasHässliche schön heisst, sobald die Liebe ihr zuredet.
214.
Die eigentlich gerechten Menschen sind unbeschenk-bar: sie geben alles zurück. Weshalb sie den Liebendenein Greuel sind.
215-
Immer zurückgeben: nichts geschenkt annehmen
ausser als Auszeichnung und Zeichen, dass wir dieLiebenden anderer Personen an solchen erkennen unddurch unsere Liebe ausgleichen.
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