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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
Seite
398
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die Unschuld dieser Selbstbekenntnisse, im Gegensatzzu allen geschriebenen Werken.

194.

Wenn die Göttin Musik in Worten, statt in Tönen,reden wollte, so würde man sich die Ohren zuhalten.

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In der Musik von heute giebt es eine tönende Ein-heit von Religion und Sinnlichkeit: und folglich mehrWeib, als jemals in der Musik war.

196.

(Vgl. Fall Wagner, Abschn. 8; Band XI, der neue Umblick,

Apli. 2629, 150.)

Wagner hat viele Wohlthaten von seinen Zeitge-nossen empfangen: aber er meinte, die grundsätzlicheUngerechtigkeit gegen Wohlthäter gehöre zumgrossenStile: er lebte immer als Schauspieler und im Wahneder Bildung, wie sie Schauspieler zu haben pflegen.

Ich selber bin vielleicht sein grösster Wohlthäter ge-wesen. Es ist möglich, dass in diesem Falle das Bildlänger lebt als der, welchen es abschilderte: das liegt da-rin, dass in meinem Bilde noch Raum ist für eine ganzeAnzahl wirkliche Wagner: und vor allem für viel reicherbegabte und reiner wollende.

197.

Das Verständlichste an der Sprache ist nicht dasWort selber, sondern Ton, Stärke, Modulation, Tempo,mit dem eine Reihe von Worten gesprochen werden,kurz die Musik hinter den Worten, die Leidenschaft hinterdieser Musik, die Person hinter dieser Leidenschaft: allesdas also, was nicht geschrieben werden kann. Deshalbist es nichts mit Schriftstellerei.