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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
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198.

Zur Lehre vom Stil.

1.

(Vgl. Wanderer und sein Schatten, Aph. 110.)

Das erste, was Noth thut, ist Leben: der Stil sollleben.

2 .

Der Stil soll jedes Mal dir angemessen sein in Hin-sicht auf eine ganz bestimmte Person, der du dich mit-theilen willst. (Gesetz der doppelten Relation.)

3 -

(Vgl. Wandrer und sein Schatten, Aph. 116.)

Man muss erst genau wissen:so und so würde ichdies sprechen und vortragen, bevor man schreibendarf. Schreiben soll nur eine Nachahmung sein.

4 -

(Vgl. Bd. X, S. 298, Lesen und Schreiben, Aph. 6.)

Weil dem Schreibenden viele Mittel des Vortragen-den fehlen, so muss er im allgemeinen eine sehr aus-drucksreiche Art von Vortrag zum Vorbilde haben:das Abbild davon, das Geschriebene, wird nothwendigschon viel blässer (und dir natürlicher) ausfallen.

5 -

Der Reichthum an Leben verräth sich durch Reich-thum an Geb erden. Man muss alles, Länge und Kürzeder Sätze, die Interpunctionen, die Wahl der Worte, diePausen, die Reihenfolge der Argumente als Geberdenempfinden lernen.