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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
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163.

(Vgl. Jenseits, Aph. 229.)

Wenn man erst den Willen zum Leiden hat, so istes nur ein Schritt, um auch den Willen zur Grausamkeitzu haben, und zwar sowohl als Recht wie als Pflicht.

164.

Durch den guten Willen zu helfen, mitzuleiden, sich zuunterwerfen, persönliche Ansprüche aufzugeben, werdenauch die unbedeutenden und oberflächlichen Menschennützlich und für das Auge etwas Erträgliches. Man sollihnen ja nicht ausreden, dieser Wille seidie Tugend selber.

165.

Die schönsten Farben, in denen die Tugenden leuchten,sind die Erfindung derer, welche ihrer ermangelten. Wo-her stammt zum Beispiel der sammtene Glanz der Güteund des Mitleids? Gewiss nicht von den Guten undMitleidigen.

166.

(Vgl. Zarathustra, Theil I, vom Biss der Natter.)

Jedem das Seine geben: das wäre die Gerechtigkeitwollen und das Chaos erreichen.

167.

(Vgl. Bd. XI, Nachträge zur Morgenröthe, Aph. 454.)

Dassein thörichtes Weib mit Güte des Herzenshoch über dem Genie steht, das klingt sehr artigim Munde des Genies. Es ist seine Höflichkeit, es istauch seine Klugheit.