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168.
(Ygl. Morgenröthe, Aph. 401.)
Wenn wir unser selber satt werden und nicht mehrlieben mögen, so ist zur Cur die Nächstenliebe anzurathen:insofern die Nächsten sehr bald uns nöthigen werden, anunsere „Liebenswürdigkeit“ zu glauben.
169.
(Vgl. Wanderer und sein Schatten, Aph. 235.)
Indem wir fortwährend uns üben, es mit allerleiMitmenschen auszuhalten, üben wir uns unbewusst darin,uns selber auszuhalten: was eigentlich die unbegreiflichsteLeistung des Menschen ist.
170.
„Liebe deinen Nächsten“ — das heisst zu alleroberst:„Lass deinen Nächsten laufen!“ — Und gerade dieserTheil der Tugend ist der schwerste!
Ui-
Ich begreife nicht, wozu man nöthig hat, zu ver-leumden. Will man jemandem schaden, so braucht manja nur über ihn irgend eine Wahrheit zu sagen.
172.
(Vgl. oben S. 201, Nachträge zu Zarathustra, Nr. 17.)
Auch wenn ein Volk rückwärts geht, läuft es einemIdeale nach: und glaubt immer an ein Vorwärts.
i73-
Der Mensch allein widerstrebt der Richtung derGravitation: er möchte beständig nach oben — fallen.