299 —
„Dein böses Gewissen“ — antwortete Zarathustra undwandte dem Bezauberer den Rücken.
(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 141.)
Ich liebe meinen Gott von Grund aus: wie dürfteich wollen, dass er mich wieder liebte! Er soll nicht sothöricht sein, an mich zu glauben, wie alle Liebenden thun.
273 -
(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 140.)
Oh über den wunderlichen und grausamen Gott, denihr als „die Liebe“ preist! Als der Gott entstand, warwohl alle Liebe noch wenig göttlich?
274.
(Vgl. Genealogie der Moral, 3. Abhdlg., Abschn. 9.)
Dein böses Gewissen in dir: das ist die Stimmedeiner ältesten Vorvordern, die dir zuredet. „Erbsünde“,mein Freund, das ist gewisslich ein Beweis deiner Erb-tugend.
275 -
Und wenn ich deines Glaubens wäre, so wollte ichauch deines Wandels sein.
276.
Sie haben ihren Gott aus Nichts geschaffen: wasWunder: nun ward er ihnen zu nichte. —