298
Schamlos gegen das, was du lebtest, dein Erlebnissausbeutend, dein Geliebtestes zudringlichen Augen preis-gebend, dein Blut in alle trocknen ausgetrunkenen Bechereingiessend, du Eitelster!
> 270.
(Vgl. die „Klage des Zauberers“.)
Oh, die ihr spielt,
ihr Kinder im Walde, ihr lachenden,
flieht nicht davon — nein! schützt mich,
versteckt das gehetzte Wild,
bleibt, hört! Denn wer mich hetzt,
seit grauem Morgen durch alle Wildniss hetzt,
sind’s Jäger? Weg-elagerer? Sind’s Gedanken?
Nicht weiss ich’s noch, .doch Kinder und Kindsgelächtersind Trost und Schutz und schirmendes Dickicht mir!
271.
(Vgl. den Zauberer und Bd. VIII, S. 337, Gedichte, Nr. 15.)
„Du glaubst an Tugenden, wie das Pöbel-Volk anWunder glaubt: wie unreinliche junge und alte Weib-chen, so glaubst du an Reinheit.
Sieh zu, dass du nicht, gleich einem alten unrein-lichen Weibchen zuletzt vor einem Kreuze liegen bleibst.
Vor Tugenden und Entsagenden auf den Knieen,wie aller Pöbel: sonderlich aber t vor der grossen Un-schuld: da betest du an.
Was dir fremd ist, sprichst du heilig: du schmeckstund riechst mit deiner Nase am liebsten immer allesUnmögliche. Das aber ist Pöbel-Geschmack.“
„Wer bist du? sagte er mit entsetzten und feindseligenBlicken, wer darf so zu mir reden?“ —