297
267.
(Vgl. das Gespräch mit den Königen.)
Eures Friedens Sonne dünkt immer mich zu schwül:lieber noch sitze ich im Schatten meiner Schwerter.
268.
(Vgl. das Gespräch mit den Königen.)
Und wer von ihnen sagt noch ehrlich für sein Über-morgen gut? Wer — darf noch schwören und ver-sprechen? Wer von ihnen bleibt noch fünf Jahre ineinem Hause und einer Meinung?
Menschen des guten Willens, aber unverlässlich undnach neuem gelüstig, diese Käfige und engen Herzen,diese Rauchkammern und verdumpften Stuben, — siewollen freie Geister sein.
Sie klammern sich an Gesetze an und möchten Ge-setze „festes“ Land heissen, denn sie sind der Gefahr müde,aber im Grunde suchen sie einen grossen Menschen,einen Steuermann, vor dem sich die Gesetze selber aus-wischen.
Schwimmend in Billigkeit und Milde, ihrer Dumm-heit froh, und dass Glück auf Erden so wohlfeil ist.
Sie fühlen sich vom Pöbel nach Leib und Herzenund möchten das verstecken und möchten sich gern dasVornehme an- und überziehn: Erziehung nennen sie’s.
269.
Der Dichter.
Sprachst du von dir oder von mir? Aber ob dunun mich oder dich verriethest, du gehörst zu den Ver-räthern, du, der Dichter!