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Brausewind! Wie ein Schrei und ein Seufzen fliege überweite Meere, bis du die glückseligen Inseln findest! —Grüsse meine Kinder auf ihren Inseln, bringe ihnenden Gruss eines Nachbarn der Sonne, eines Nachbarn desSchnees, eines Nachbarn des Adlers, bringe ihnen zumGruss die Liebe ihres Vaters!
Meine Kinder, meine Wohl-Geborenen, meine neueschöne Art: was zögern meine Kinder auf ihren Inseln?
Wäre es nicht Zeit und höchste Zeit — so blaseihnen in’s Ohr, du guter Sturmgeist —, dass sie endlichzu ihrem Vater kommen? Warte ich nicht auf meineKinder als einer, dess Haar weiss und grau ward?
Hinaus, hinaus, du unbändiger, guter Sturmgeist!Stürze hinab in’s Meer aus deinen Berghöhlen, spute dichund segne vor Abend meine Kinder noch, —
segne sie mit meinem Glücke, mit diesem Rosenkranz-Glücke! Wirf diese Rosen über ihre Inseln hin, wie einFragezeichen, welches fragt: „Woher kam solch Glück?“Bis sie fragen lernen: „Lebt unser Vater noch? Wie,lebt unser Vater Zarathustra noch? Liebt unser alterVater Zarathustra seine Kinder noch?“
Locke meine Kinder zu mir mit meinem bestenGlücke! Ködere sie herauf zu meiner traulichen gold-braunen Vater-Sehnsucht! Träufle auf sie den Honigeiner langen, langen Vaterherzens-Liebe!
Der Wind bläst, der Wind bläst, der Mond scheint, —oh meine fernen, fernen Kinder, was weilt ihr nicht hier,bei eurem Vater? Der Wind bläst, keine Wolke steht am
Himmel, die Welt schläft. — Oh Glück! Oh Glück!“-
Kaum aber hatte Zarathustra diese Worte gesprochen,da erbebte er bis in die Wurzel seines Herzens: denner merkte, als er zu seinen Füssen hinab blickte, dasser ganz allein war. Er hatte seine Gäste vergessen; —