28 i
3. Die herrschenden Stände haben den Glauben anden höheren Menschen schlecht repräsentirt, zum Theilvernichtet.
4. Das ungeheure Reich des Hässlichen, wo derPöbel herrscht: da kleidet sich die vornehmste Seele inLumpen und will lieber noch die Hässlichkeit übertreiben.
5. Es fehlt alle Erziehung für sie; sie müssen sichverpanzern und entstellen, um etwas von sich zu retten.
In Summa: der Nothsclirei des höheren Menschenan Zarathustra. Zarathustra ermahnt sie zur Geduld,schaudert selber über sich: „es ist nichts, was ich nichtselber erlebt habe!“ vertröstet sich auf seine Glückseligenund begreift: „es ist höchste Zeit“. Unmuth ausbrechendund Hohn über seine Hoffnungen in Betreff der Glück-seligen. „Du willst uns nicht helfen? Verhilf uns zu einergrossen Rache! Du bist hart gegen die Unglücklichen!“— Sie ziehn ab.
Misstrauen und Angst bei Zarathustra zurückge-blieben. Er sendet die Thiere aus.
2 47 -
Entwurf des vierten Theils.
„Ich bin so übervoll des Glückes und habe niemanden,dem ich abgeben und nicht einmal den, dem ich dankenkönnte. So lasst mich euch, meinen Thieren, Dank dar-bringen.“
1. Zarathustra seinen Thieren dankend und sie auf Gästevorbereitend. Heimliche Geduld des Wartenden undtiefe Zuversicht auf seine Freunde.
2 —9. Die Gäste als Versuchungen, die Einsamkeit aufzu-geben. „Ich bin wohl nicht gekommen, den Leidendenzu helfen u. s. w.“