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Das Lied der Thorheit.
Meine Klugheit gieng weg von mir, diese sprödeKatze: mein Stolz rauschte in die Lüfte! Der sucht sichAbenteuer.
Da sitze ich nun mit meiner Thorheit, — die Weltist still wie ein Garten, die Luft müde von vielen Wohl-gerüchen.
Welche liebe Noth macht mir meine Thorheit: siewill gar nicht still sitzen und purzelt immer vom Stuhle,
— wird sie je ihrer selber müde werden?
Sie wird auch ihres Singens nicht müde: die Weiseaber hat sie von den Kindern gelernt, Abends, wenn diepurpurne Seligkeit am Himmel hängt.
Ich vergebe ihr, denn sie weiss nicht, was sie singt:und weil ich so allein bin, singe ich ihren Unsinn mit,
— verzweifelnd, wie oft sie dabei vom Stuhle fällt.
198.
Gespräch mit dem Blitze.
Du Blitz, schneidender Demant, Gold-Zickzack!Antworte mir, dass ich sehe, ob du nur zum Scheinschneidend und scharf bist.
Für einen Denker nahm ich dich oft, — weil, gleichdir, der Gedanke durch Wolken geht: und gleich dirweckt der Gedanke den Donner auf, der hinter Wolkenschläft und grollt.