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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
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Dieser alte allmächtige Stirnrunzler und Lippen-Aufmacher von Judengott ist mein Vater! Kann dasmöglich sein?

Aber er sagt es selber und log noch nie: was kannich thun! Ihm muss ichs glauben!

Bin ich aber sein' Sohn, so bin ich Gott: bin ichaber Gott, wie bin ich Mensch? Es ist nicht möglich, aber ihm muss ichs glauben!

Der Mensch an mir, das ist wohl nur seiner LiebeNothdurft: denn wie ich nach dem Vater, so dürstete erwohl nach seinen Kindern.

Dass ich Mensch bin, das ist wohl der Menschenwegen: ich soll sie zu meinem Vater locken,

sie zur Liebe locken: oh diese Thoren, die man zurLiebe erst noch locken muss!

Sie sollen Gott lieben: das ist eine leichte Lehreund ein Wohlgefallen, ein leichtes Joch wird uns,Gottes Kindern aufgelegt: wir sollen thun, was wir amliebsten thun.

Diese Lehre und Weisheit ist leicht zu fassen: auchdie Armen im Geiste dürfen die Hände nach ihr aus-strecken.

Manches am Menschen ist wenig göttlich: wenn manKoth lässt, wie soll man dabei Gott sein?

Aber schlimmer noch ists mit dem andern Kothe,der Sünde heisst: den wollen dm Menschen gar noch. bei sich behalten und nicht von sich lassen.

Nun aber muss ichs glauben: man kann Gott seinund doch Koth lassen: so lehre ich sie, ihren Kothlassen und Götter werden.