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Von den Krämern.
(Vgl. vom Vorübergehen und von alten u. neuen Tafeln, Abschn. 12, 21.)
Zum Eigennutz sind die meisten zu wahnsinnig: ihrGlück macht sie alle wahnsinnig.
Sie opfern alles für eins: — das ist irgend eine Liebe.Dieser Eigensinn und Eigen-Hang hängt über allen.
Aus ihrer Liebe quillt ihnen ihr heisser Wahnsinn:der aber ist ein schlechter Rechner und verachtet diekalten Krämer-Tugenden.
Die Krämer-Tugend nämlich, des Krämers geld-klebrige Finger und lüsternes Auge, — das ist nochunter der Würde des Thiers.
O diese engen Krämer-Seelen! Wenn das Geld inden Kasten springt, springt des Krämers Seele mit hinein.
Wessen Seele eine Geldkatze und wessen Glückschmutzige Papiere waren, — wie möchte dessen Blut jerein werden?
Bis in’s zehnte Geschlecht noch wird es matt undfaulicht fliessen: der Krämer Nachkommen sind unan-ständig.
Und wo ich der Krämer lange Finger sehe, zieheich’s vor, den Kürzeren zu ziehn.
Lieber noch Händel als Händler!
Sprich früh und Abends: „Ich verachte den Krämer,ich will ihm die langen Finger zerbrechen.“
Nun ist alles wohlgethan! Denn jetzt tragen dieKrämer Säbel und Schnauzbärte, und selber das Regi-ment ist zu den Krummbeinigen kommen.
Alles, was bezahlt werden kann, ist wenig werth:diese Lehre speie ich den Krämern in’s Gesicht.