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(Vgl. Jenseits, Aph. 60.)
Ein höheres Wesen, als wir selber sind, zu schaffenist unser Wesen. Über uns hinaus schaffen! Dasist der Trieb der Zeugung, das ist der Trieb der Thatund des Werks. — Wie alles Wollen einen Zweck vor-aussetzt, so setzt der Mensch ein Wesen voraus,das nicht da ist, das aber den Zweck seines Daseins ab-giebt. Dies ist . die Freiheit alles Willens! Im Zweckliegt die Liebe, die Verehrung, das Vollkommensehn,die Sehnsucht.
49.
(Vgl. I. Theil, von der schenkenden Tugend, Abschn. 2; Antichrist Cap. 3, 4.)
Zarathustra’s Consequenz ist, dass der Mensch, um denGedanken nicht zu fühlen, zum Thier zurück sich bildenmuss. Oder zum Übermenschen (Züchtung durch Wahldes Ortes, Geschlechter, Nahrung u. s. w.).
Bruch mit der Vergangenheit (unhistorischeDenkweise nothwendig für ihn). Eine Art Volk bilden.
Ein langdauerndes Individuum bilden (ein Volk),um seine Gedanken in Fleisch, _ Blut und Wille zu über-setzen.
Es muss viele Übermenschen geben: alles Guteentwickelt sich nur unter seines Gleichen. Ein Gottwäre immer ein Teufel! Eine herrschende Rasse.
50.
(Vgl. Genealogie d. Moral, I. Abhdlg., Abschn. 11, 12.)
Meine Forderung: Wesen hervorzubringen, welcheüber der ganzen Gattung „Mensch“ erhaben dastehen:und diesem Ziele sich und „die Nächsten“ zu opfern.
Die bisherige Moral hatte ihre Grenze innerhalb derGattung: alle bisherigen Moralen waren nützlich, um der