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haften, ergötzen. Ich fürchte bei seinem Anblick für diemännlichen Tugenden und weiss nicht recht, wobei sichnoch Tapferkeit und Gerechtigkeit und harte, geduldigeVernünftigkeit geltend machen soll, wenn alles so wer-dend, so phantastisch, so unsicher, so grundlos ist. Nun,wenigstens dies soll uns bleiben: als Männer wollen wiruns do.ch eben diese Wahrheit sagen, wenn sie nun ein-mal Wahrheit ist, und sie nicht vor uns verhehlen! Auchdem Anatomen ist der Cadaver oft zuwider, — aberseine Männlichkeit zeigt sich im Beharren. Ich willerkennen.
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(Vgl. Morgenröthe, Apli. 432.)
Ohne ein leidenschaftliches Vergnügen an den Aben-teuern der Erkenntniss wird es einer schwerlich lange inihrem gefahrvollen Reiche aushalten; und jedem, der fürderlei „Ausschweifungen“ zu feige oder zu keusch ist,sei es billigerweise zugestanden, sich auch daraus eineTugend und ein Lob zurecht zu machen. Für die stär-keren Geister aber gilt jene Forderung, dass man zwarein Mensch der Leidenschaft, aber auch der Herrseiner Leidenschaften sein müsse, auch hinsichtlich ihrerLeidenschaft zur Erkenntniss. Wie Napoleon, zumErstaunen Talleyrand’s, seinen Zorn zur gewählten Zeitbellen und brüllen liess und dann wieder, ebenso plötz-lich, zum Schweigen brachte, so soll es der starke Geistauch mit seinen wilden Hunden machen: er muss, wieheftig auch immer in ihm der Wille zur Wahrheit ist— es ist sein wildester Hund —, zur gewählten Zeit derleibhafte Wille zur Unwahrheit, der Wille zur Ungewiss-heit, der Wille zur Unwissenheit, vor allem zur Narr-heit sein können.