182
130.
(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 285.)
„Aber wohin fliessen denn zuletzt alle Flüsse desGrossen und Grössten am Menschen? Giebt es für sieallein keinen Ocean?“ — Sei dieser Ocean: so giebt eseinen.
131-
(Vgl. Menschliches I, Aph. 436, 455.)
Nachkommen haben — das erst macht den Men-schen stetig, zusammenhängend und fähig, Verzicht zuleisten: es ist die beste Erziehung. Die Eltern sind esimmer, welche durch die Kinder erzogen werden, undzwar durch die Kinder in jedem Sinne, auch im geistig-sten. Unsre Werke und Schüler erst geben dem Schiffeunseres Lebens den Compass und die grosse Richtung.
132.
Jene haben nöthig, Nacht zu machen, um ihr Lichtleuchten zu lassen, — was hätte ich mit ihnen zu thun,da ich nicht zum Nachtlicht tauge? Ja, ich leugne öfter,als gut ist, die Nacht, wo sie nicht erst zu machen ist.
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(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 57.)
Ich gestehe, die Welt, wie sie sich mir nach reif-lichstem Besinnen darstellt, dieses fortwachsende Phantomder Menschenköpfe, an dem wir alle in voller Blindheitarbeiten, dichten, lieben, schaffen, — dies ist ein Resultat,welches eigentlich meinem männlichen Instinct zuwiderist: daran mögen sich Frauen und Künstler, gemäss ihrerInstincte und ihrer Verwandtschaft mit allem Phantom-