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Auge bittet, nicht hinzusehn, wenn sie hinuntergeschlucktwerden soll. — Vielleicht bleiben uns aus dem gleichenGrunde die besten Frauen vorenthalten, die wahrenLeckerbissen an Güte und Kraft der Seele. Ein paarandre Linien (oder, wie die Physiologen sagen, etwas Fettmehr oder weniger) das —
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(Vgl. Jenseits, Aph. 194.)
Die lange Liebe ist deshalb möglich — auch wenn sieglücklich ist, — weil ein Mensch nicht leicht zu Ende zubesitzen, zu Ende zu erobern ist, — es thun sich immerneue noch unentdeckte Gründe und Hinterräume derSeele auf, und auch nach diesen streckt sich die unendlicheHabsucht der Liebe aus. Aber die Liebe endet, sobaldwir das Wesen als begrenzt empfinden. — Der Conflictder langen und der kurzen Leidenschaft entsteht, wennder eine den andern zu Ende zu besitzen glaubt, und derandere noch nicht, — da wendet jener sich ab, entziehtsich und reizt nun durch die Ferne den andern nochmehr auf, neue Werthe zu suchen, — zuletzt oft mitdem Entschluss, ihn lieber zu tödten, als einen andern inden Besitz kommen zu lassen. — Glücklicherweise habendie Dinge keine Seele, sonst sähen wir fortwährend diesenConflict: und die Natur, wenn sie den unendlichen Men-schen wirklich geliebt hätte, würde ihn längst aus Liebeaufgezehrt haben, — sei es auch nur, um ihn nicht zumBeispiel einem Gotte zur Beute zu lassen.
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Die Vertheidiger der Vorurtheile müssen sehr vielGeist haben, wenn sie nicht an diese Vorurtheile glauben,— und hat einer so viel davon, so bekämpft er gewöhn-lich die Vorurtheile.