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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
Seite
160
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62.

Deus nudus est sagt Seneca. Ich fürchte, ersteckt ganz in Kleidern! Und noch mehr: Kleidermachen nicht nur Leute, sondern auch Götter.

63-

(Vgl. Nachträge zur Geburt der Tragödie, Bd. IN, S. 170 fl.; Bd. NI,Nachträge zur Morgenröthe, Aph. 231.)

Ehemals dachte ich, unser Dasein sei der künstle-rische Traum eines Gottes, alle unsere Gedanken undEmpfindungen im Grunde seine Empfindungen im Aus-dichten seines Dramas, auch dass wir meinten,ichdächteich handelte, sei sein Gedanke. Die Gesetz-mässigkeit der Natur wäre als Gesetzmässigkeit seinerVorstellungen begreiflich, oder auch, es genügte,dass er uns als solche dächte, welche die Natur so em-pfinden, wie wir sie empfinden. Kein glücklicher,aber ein Künstler-Gott!

64.

(Vgl. Wanderer, Aph. 7.)

Die würdigste Vorstellung von den Göttern hattendie Epikuräer. Wie könnte das Unbedingte irgend etwasmit dem Bedingten zu schaffen haben? Wie könnte esdessen Ursache oder dessen Gesetz oder dessen Gerech-tigkeit oder dessen Liebe und Vorsehung sein!Wennes Götter giebt, so kümmern sie sich nicht um uns,dies ist der einzige wahre Satz aller Religions-Philo-sophie.

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Wir Ästhetiker höchsten Ranges möchten auch dieVerbrechen und das Laster und die Qualen der Seeleund die Irrthümer nicht missen, und eine Gesellschaft