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von Weisen würde sich wahrscheinlich eine böse Welthinzuerschaffen. Ich meine, es ist kein Beweis gegendie Künstlerschaft Gottes, dass das Böse und derSchmerz existirt, — wohl aber gegen seine Güte? —Aber was ist denn Güte! Das Helfenwollen und Wohl-thunwollen, welches ebenfalls solche voraussetzt, denenes schlecht geht, und die schlecht sind!
66 .
Wie gemein hat sich das Christenthum gegen dasAlterthum benommen, indem es dasselbe ganz durch-teufelte! Gipfel aller verleumderischen Bosheit!
67.
Die Hexen wollten den Schaden sehen, die christ-lichen Verfolger und Inquisitoren auch, auch Gott vorder Hölle. Dies der Einfluss der Barbaren (Deutschen)auf Europa, — ein Rückschritt. Die Sclaven haben dieDemuth und die Barbaren die Grausamkeit in’s Christen-thum gebracht.
68 .
(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 73.)
Gott war bisher verantwortlich für jedes Lebendige,das entstand, — man konnte nicht erratlien, was er mitihm vorhatte; und gerade dann, wenn dem Lebendigendas Zeichen des Leidens und der Gebrechlichkeit einge-prägt war, vermuthete man, dass es schneller als andreWesen von der Lust am „Leben“ und an der „Welt“geheilt werden solle und dergestalt mit einem Merkmalder Gnade und der Hoffnung gezeichnet sei. Sobald manaber nicht mehr an Gott und an die Bestimmung desMenschen für ein Jenseits glaubt, wird der Mensch
Nietzsche, Werke II. Abtheilung BandXII. 11