(Schluss von Aph. 80 der Fröhlichen Wissenschaft.)
Es könnte immer noch eine Musik kommen (vonFrankreich oder Russland her?), gegen welche die ganzeWagnerische Kunst unter den Begriff und die Recht-fertigung des recitativo (freilich als recitativo umido undselten nur secco!) fiele: — eine Möglichkeit, welche manauch in’s Auge zu fassen hat, wenn man über den deli-caten Zusammenhang von Musik und Moral nachdenkt. —
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Frauen, die allzulebhaft sind und den Eindruck da-von dämpfen möchten, wählen blaue Farben: und ebensogiebt es in Büchern blaue Farbentöne, mit denen ihr Ur-heber seine springende Reizbarkeit zu balanciren sucht.
Im Lohengrin giebt es viele blaue Musik. Wagnerkennt die opiatischen und narkotischen Wirkungen undbraucht sie gegen die ihm gut bewusste nervöse Zer-fahrenheit seiner musikalischen Erfindungskraft.
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(Vgl. oben S. 151, Aph. 40; Bd. XI, Nachträge z. Morgenröthe, Aph. 580.)
Es ist unsere Aufgabe, die Reinheit der Musik fest-zuhalten und zu verhüten, dass sie, nachdem sie in derForm des Barockstils und nach langer Einverleibung jetztungeheurer plötzlicher Wirkungen fähig gemacht ist,zu mystischen halbreligiösen Zwecken missbraucht wird.—Jeder kommende Hexenmeister und Cagliostro wird ver-suchen, mit Musik und Spiritismus zu wirken, und es sindWiedererweckungen religiöser und sittlicher Instincte aufdiesem Wege möglich: — vielleicht dass man dem Christ-