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liehen Abendmahle wieder eine innere Gluth durch Musikzu geben versuchen wird. — Dass sie keine Worte nöthig'hat, ist ihr grösster Vorsprung vor der Dichtkunst, welchean die Begriffe appellirt und folglich an die Philosophieund Wissenschaft stösst: — aber man merkt es nicht,wenn uns die Musik von der Philosophie und Wissen-schaft weg führt, verführt!
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Gesetzt, man ist der Liebhaber einer Sängerin, mit wasfür ängstlichen Ohren hört man da sie vor irgend welchenZuhörern singen! Man urtheilt fein und überfein, keines-wegs voreingenommen, verliebt, verklebt: vielmehr ent-geht uns keiner ihrer kleinsten Fehler, kein noch soflüchtiges Ausgleiten oder Ausbleiben; wir wissen, wennauch die Zuhörer jubeln und klatschen, dass für dieSängerin selber nicht alles so klang und lief, wie ihrfeinstes Gewissen es verlangt hat, — und weil wir fühlen,dass ihr selber all ihr kleines und grosses Misslingen be-wusst ist, leiden wir unbeschreiblich dabei und sinddankbar und gerührt über alles, was ihr gelang. So gehtes auch mit Meistern einer Kunst, welchen wir Freund sind;um ihretwillen sind wir an ihrem Gelingen erquickt, jawir geben allen eignen Geschmack auf, sobald uns ihreArt, sich selber zu schmecken, erst zum Bewusstsein ge-kommen ist. Was wir lieben, soll an sich selber keinenFlecken finden —: so will es der Egoismus dieser feinstenBesitzlust, welche Liebe heisst.
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(Vgl. Zarathustra 3. Theil, von alten und neuen Tafeln. 11.)
Habt ihr kein Mitleiden mit der Vergangenheit?Seht ihr nicht, wie sie preisgegeben ist und von der