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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
Seite
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liehen Abendmahle wieder eine innere Gluth durch Musikzu geben versuchen wird. Dass sie keine Worte nöthig'hat, ist ihr grösster Vorsprung vor der Dichtkunst, welchean die Begriffe appellirt und folglich an die Philosophieund Wissenschaft stösst: aber man merkt es nicht,wenn uns die Musik von der Philosophie und Wissen-schaft weg führt, verführt!

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Gesetzt, man ist der Liebhaber einer Sängerin, mit wasfür ängstlichen Ohren hört man da sie vor irgend welchenZuhörern singen! Man urtheilt fein und überfein, keines-wegs voreingenommen, verliebt, verklebt: vielmehr ent-geht uns keiner ihrer kleinsten Fehler, kein noch soflüchtiges Ausgleiten oder Ausbleiben; wir wissen, wennauch die Zuhörer jubeln und klatschen, dass für dieSängerin selber nicht alles so klang und lief, wie ihrfeinstes Gewissen es verlangt hat, und weil wir fühlen,dass ihr selber all ihr kleines und grosses Misslingen be-wusst ist, leiden wir unbeschreiblich dabei und sinddankbar und gerührt über alles, was ihr gelang. So gehtes auch mit Meistern einer Kunst, welchen wir Freund sind;um ihretwillen sind wir an ihrem Gelingen erquickt, jawir geben allen eignen Geschmack auf, sobald uns ihreArt, sich selber zu schmecken, erst zum Bewusstsein ge-kommen ist. Was wir lieben, soll an sich selber keinenFlecken finden: so will es der Egoismus dieser feinstenBesitzlust, welche Liebe heisst.

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(Vgl. Zarathustra 3. Theil, von alten und neuen Tafeln. 11.)

Habt ihr kein Mitleiden mit der Vergangenheit?Seht ihr nicht, wie sie preisgegeben ist und von der