welche bleich, sonnenarm, gedrückt und dabei reich ge-kleidet und elegant daherkommt: — der kräftige Slavehat Narcotica einer überfeinerten Cultur nicht von sichabweisen können.
49 -
(Vgl. Bd. XI, der neue Umblick, Aph. 112.)
Verdi ist arm an den Erfindungen schöner Sinnlich-keit und lässt gar noch merken, dass er äusserst spar-sam mit ihnen umzugehn hat. Aber er hält sein Publi-cum mit seinen paar Einfällen fest, — sie sind alle ärmergeworden, wie er, und wollen trotzdem nichts anderes,ganz wie er, — so ist er ihr Mann und Meister. AuchWagner hat eine arme Sinnlichkeit und eine in Bezug-auf Melodie an’s Verrückte streifende Widerspenstigkeitin der Armuth, — aber wie hat er daraus sich eine Brückezum Ideal zu bauen gewusst.
50 .
Was Richard Wagner werth ist, das wird unserst der sagen, der den besten Gebrauch von ihm macht.Einstweilen haben wir Wagner geglaubt, was er gerngeglaubt haben möchte.
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(Vgl. Meinungen und Sprüche, Aph. 134; Bd. XI, der neue Umblick,Aph. 104, Nachträge zur Morgenröthe, Aph. 422.)
Die grosse Form im Wesen als Bedingungder grossen Form im Kunstwerk. — Die grosseForm eines Kunstwerks wird an’s Licht treten, wenn derKünstler die grosse Form in seinem Wesen hat. Ansich die grosse Form fordern ist albern und verdirbt die