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heit machen. — An solchen [Menschen war Athen einpaar Jahrhunderte lang sehr reich, zu andern Zeiten einmalFlorenz und noch neuerlicher Paris. Und im Angesichtesolcher letzten und höchsten Erzeugnisse der bisherigenCultur gilt immer noch der gute Glaube der Aufklärer,dass Glück, mehr Glück die Frucht der wachsendenAufklärung und Cultur sein werde, und niemand setzthinzu „auch Unglück, mehr Unglück, mehr Leidensfähig-keit, vielartigeres und grösseres Leid als je.“ — Warumdoch brachen die philosophischen Schulen Athens imvierten Jahrhundert gerade inmitten der höchsten bishererreichten Aulklärung und Cultur so mächtig hervor, undwarum suchten sie, jede auf ihre Weise, den damaligenAthenern eine harte, zum Theil fürchterliche oder min-destens überaus beschwerliche und kümmerliche Lebens-weise und als Ziel Schmerzlosigkeit und eine Art vonStarrheit aufzureden? Sie hatten die leidensfähigsten Men-schen um sich und gehörten zu ihnen, — sie verzichtetenallesammt auf das Glück im Schooss dieser höchstenCultur, weil dieses „Glück“ nicht ohne die Bremse, „denSchmerz“ und der^n ewige Anstachelung zu haben war!Dass, gut gerechnet, ein der Erkenntniss und demnil admirari geweihtes Leben selbst unter den härtestenEntbehrungen und Unbequemlichkeiten erträglichersei als das Leben der Glücklichen, Reichen, Gesunden,Gebildeten, Geniessenden, Bewundernden, Bewunderteneiner solchen „höchsten Cultur“, — mit dieser Paradoxieführte sich die Philosophie in Athen ein und fandim ganzen doch sehr viel Gläubige und Nachsprecher!und gewiss nicht nur unter den Freunden des Paradoxen!— Man kann die Seltsamkeit dieser Thatsache nicht langegenug ansehen.