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und Geschmack und Weisheit, was sind uns Gründe undGrundlosigkeit gegen diese Begier nach unserm Ideal,nach diesem reinen Ideale! Und so stellen sie jene Forde-rung wieder her, jeder für sich, — als Mittel seiner Begier,als Labsal seines Durstes.
20.
(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 12, 302.)
Feinere Sinne und einen feineren Geschmack haben,an das Ausgesuchte und Allerbeste wie an die rechteund natürliche Kost gewöhnt sein, eines starken undkühnen Körpers gemessen, der zum Wächter und Er-halter und noch mehr zum Werkzeug eines noch stärkeren,kühneren, waghalsigeren, gefahrsuchenden Geistes bestimmtist: wer möchte nicht, dass dies alles gerade sein Besitz,sein Zustand wäre! Aber er verberge sich nicht:mit diesem Besitz und diesem Zustand ist man dasleidensfähigste Geschöpf unter der Sonne, und nurum diesen Preis kauft man die Auszeichnung - , auch dasglücksfähigste Geschöpf unter der Sonne zu sein!Die Fülle der Arten des Leides fällt wie ein unendlicherSchneewirbel auf einen solchen Menschen, wie ebenfallsan ihm die stärksten Blitze des Schmerzes sich entladen.Allein unter dieser Bedingung, von allen Seiten und bisin’s tiefste hinein dem Schmerze immer offen zu stehn,kann er den feinsten und höchsten Arten des Glücksoffen stehn: als das empfindlichste, reizbarste, gesundeste,wechselndste und dauerhafteste Organ der Freude undaller gröberen und feineren Entzückungen des Geistesund der Sinne: wenn nämlich die Götter ihn nur ein wenigin Schutz nehmen und nicht aus ihm (wie leider gewöhnlich!)einen Blitzableiter ihres Neides und Spottes auf die Mensch-