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2 I.
(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 57.)
Diese ganze Welt, die wir geschaffen haben, oh wiehaben wir sie geliebt! Alles was Dichter empfindengegen ihr Werk, ist nichts gegen die zahllosen Aus-strömungen des Glücks, welche die Menschen in unvor-denklichen Zeiten empfunden haben, als sie die Naturerfanden.
22.
(Vgl. oben S. 47, Wiederkunft des Gleicl^n, Aph. 75.)
So leben wir alle! — wir reissen die Dinge gierigan uns und haben unersättliche Augen dabei, dann nehmenwir eben so gierig aus ihnen heraus, was uns schmecktund dienlich ist, — und endlich überlassen wir den Rest(alles, womit unser Appetit und unsre Zähne nicht fertiggeworden sind) den andern Menschen und der Natur,namentlich aber alles, was wir verschlangen, ohne es unseinverleiben zu können: — unsre Excremente. Darinsind wir unerschöpflich wohlthätig und durchaus nichtgeizig: wir düngen die Menschheit mit diesem Unver-dauten unsres Geistes und unsrer Erfahrungen.
23-
(Vgl. oben S. 99, Wiederkunft des Gleichen, Aph. 164.)
Im Grunde haben alle Civilisationen jene tiefe Angstvor dem „grossen Menschen“, wmlche allein die Chinesensich eingestanden haben, mit dem Sprüchwort: „der grosseMensch ist ein öffentliches Unglück“. Im Grunde sindalle Institutionen darauf hin eingerichtet, dass er so seltenals möglich entsteht und unter so ungünstigen Bedin-gungen, als nur möglich ist, heranwächst: was Wunder!Die Kleinen haben für sich, für die Kleinen gesorgt!