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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
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Gewicht nehmen. Die Moral will, dass ihr alleKraft des Menschen zu Gebote stehe; sie hält es für dieVerschwendung eines, der nicht reich genug dazuist, wenn man sich um Steine und Pflanzen bekümmert.

6 .

(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 294; Götzendämmerung, das Problem

des Sokrates.)

Diese griechischen Philosophen der strengen Obser-vanz hatten in sich die Wahl, böse Thiere zu werdenoder strenge und freudenarme Thierbändiger: so schonSokrates. Sie waren klug genug, um zu begreifen, dass,wer ein menschliches Raubthier wird, fortwährend sichselber zuerst zerreisst. Aber nun glaubten sie, dassjedermann so wie sie selber in Gefahr sei, dies Raub-thier zu werden: dies ist der grosse Glaube allergrossen Moralisten, ihre Macht und ihr Irrthum! DerGlaube an die Nähe der furchtbaren Thierheit bei jedem. Es waren schwerlich schöne Menschen.

7 -

Larochefoucauld irrt sich nur darin, dass er dieMotive, welche er für die wahren hält, niedriger taxirtals die andern angeblichen: das heisst, er glaubt imGrunde noch an die andern und nimmt den Maass-stab daher: er setzt den Menschen herab, indem er ihngewisser Motive für unfähig hält.

(Vgl. Bd. XI, Nachträge zur Morgenröthe, Aph. 131.)

Spencer meint, das eigentliche Moralische sei, diewirklichen natürlichen Folgen einer Handlung in Betrachtzu ziehn, nicht Lob Tadel Strafe. Aber diesin