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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
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134
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worden wäre, das ist leicht einzusehn: die Menschheitbesteht noch vermöge ihrer unüberwindlichenUnmorali-tät. A-ber, was vielleicht weniger einleuchtet und dochnicht weniger gewiss ist: auch der Einzelne, der nachseinem Glauben vollkommen war, als Vollstrecker seinesmoralischen Willens, ein Jesus, ein Epiktet, ein Zara-thustra, ein Buddha, auch ein solcher hat ebenso nurvermöge der tiefsten und gründlichstenUnmoralität ge-lebt und fortgelebt, so wenig ihm dieselbe ins Bewusst-sein getreten ist.

3 -

(Vgl. Bd. XI, Nachträge z. Morgenrötke, Aph. 128.)

Die Moral ist die Sache jener, welche sich von ihrnicht frei machen können: für sie gehört sie eben des-halb unter dieExistenz-Bedingungen. Existenz-Bedin-gungen kann man nicht widerlegen: man kann sie nur nicht haben!

4 -

(Vgl. Morgenröthe, Aph. 53.)

Müssten nicht gerade die besten Menschen diebösesten sein? Die, bei denen das Wissen und Ge-wissen am feinhörigsten und kräftigsten ausgebildet ist,so dass sie alles, was sie thun, als ungerecht empfindenund sich selber als die Immer-Bösen, Immer-Unge-rechten, als die Nothwendig-Bösen? Wer sich aberso empfindet, ist es auch!

5 -

Im Grunde ist die Moral gegen die Wissenschaftfeindlich gesinnt: schon Sokrates war es, und zwar des-halb, weil sie Dinge wichtig nimmt, die mit gut und bösenichts zu thun haben, folglich demgut undböse