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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
Seite
119
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sowohl vor wie das Gegentheil: aber er ist nicht darnachzu messen, Vernünftigkeit oder Unvernünftigkeit sindkeine Prädicate für das All. Hüten wir uns, das Ge-setz dieses Kreises als geworden zu denken, nachder falschen Analogie der Kreisbewegungen innerhalbdes Ringes. Es gab nicht erst ein Chaos und nachherallmählich eine harmonischere und endlich eine festekreisförmige Bewegung aller Kräfte: vielmehr alles istewig, ungeworden: wenn es ein Chaos der Kräfte gab,so war auch das Chaos ewig und kehrte in jedem Ringewieder. Der Kreislauf ist nichts Gewordenes, er istdas Urgesetz, sowie die Kraftmenge Urgesetz ist, ohneAusnahme und Übertretung. Alles Werden ist inner-halb des Kreislaufs und der Kraftmenge; also nichtdurch falsche Analogie die werdenden und vergehendenKreisläufe, zum Beispiel die Gestirne oder Ebbe und Fluth,Tag und Nacht, Jahreszeiten, zur Charakteristik des ewigenKreislaufs zu verwenden.

208.

DasChaos des Alls als Ausschluss jeder Zweck-thätigkeit steht nicht im Widerspruch zum Gedankendes Kreislaufs: letzterer ist eben eine unvernünftigeNothwendigkeit, ohne irgend eine formale ethische,ästhetische Rücksicht. Das Belieben fehlt, im Kleinstenund im Ganzen.

209.

(Vgl. oben S. 116, Apk. 204.)

Die Nebeneinander-Existenz von zwei ganz Gleichenist unmöglich: es würde die absolut gleiche Ent-stehungsgeschichte voraussetzen, in alle Ewigkeit zu-rück. Dies aber setzte die allgemeine absolut gleiche