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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
Seite
106
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180.

Der Wohlstand, die Behaglichkeit, die den SinnenBefriedigung schafft, wird jetzt begehrt, alle Welt willvor allem das. Folglich wird sie einer geistigenSclaverei entgegengehn, die nie noch da war. Denndas Ziel ist zu erreichen, die grössten Beunruhigungenjetzt dürfen nicht täuschen. Die Chinesen sind der Be-weis, dass auch Dauer dabei sein kann. Der geistigeCäsarismus schwebt über allem Bestreben der Kaufleuteund Philosophen.

181.

(Vgl. Fröhliche "Wissenschaft, Aph. 49.)

Im Heroismus ist der Ekel sehr stark, ebenso imUneigennützigen, man verachtet die BeschränktheitdesIch, der Intellect hat seine Expansion. DieSchwäche des Ekels bezeichnet die industrielle undutilitarische Cultur.

' 182.

Unsre jetzige Erziehung hat den Werth einer ArtWanderZwangs in die Zeit des Mittelalters und derZünfte. Das Gegengewicht, es sich zu Hause nachheimathlichem Werthmaasse bequem einzurichten, wirkteehemals. Jetzt wirkt die Absicht auf Sinne, Wohlstand,und daneben das Bild aller andern Culturen, welcheetwas wollten über oder wider den Sinnenwohlstand.

183.

Der Zunftzwang lehrte lernen: endlich ist ein indi-vidueller Lerntrieb entstanden, durch Vererbung. DasLernen ist ursprünglich saurer als alle Arbeit, dahergehasst. Die Gelehrten haben daher im Mittelalter einÜbergewicht.