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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
Seite
105
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ohne körperliche Arbeit sei der Glückliche (zumBeispielschon der Mönch, daher die Sclaven so gern Mönchewurden). Der von Begierde Geplagte und selten Freieglaubte, der Gel ehrte undUnbewegliche und auchGeist-liche sei der Glückliche. Der hin- und hergerissene Ner-vöse glaubt, der Mensch der grossen einen Leiden-schaft sei der Glückliche. Der Mensch, welcher kleineAuszeichnungen kennen gelernt hat, meint, der Geehrtestesei der Glückliche. Es ist das selten und in geringemGrade Besessene, was die Phantasie der Menschenzum Bilde des Glücklichen aufreizt, nicht das, wasihnen fehlt, das Fehlen erzeugt Gleichgültigkeitgegen den Gegensatz des Fehlens.

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Gegen die Apologeten des Luxus. Manredet dem Luxus jetzt das Wort als dem stärksten Reiz-mittel auf Arme, Arbeit-Geplagte und Verheirathete:seinetwillen streben sie nach Reichthum: man befeindetdie Zufriedenheit und die idyllische Philosophie als Schä-diger des National-Reichthums und der Arbeits-kraft. Möglichst viel Reichthum, möglichst viel Neid undUnlust, möglichst viel Concurrenz! In reichen Staatenseien die Künste am besten gefördert worden, durchLuxusmenschen; die Kunst ein Mittel, den Neid derNiedern zu erregen, als ein Stück Luxus. Andrer-seits soll ihr Emporwachsen im Luxus eine Apologiedes Luxus und der Absicht auf Unzufriedenheit sein:Künste vorübergehend die Unlust solcher Zustände be-schwichtigend und betäubend, jedenfalls verherrlichend.