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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
Seite
102
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(Vgl. Bd. XI, Nachträge z. Morgenröthe, Aph. 347, 602.)

Wir treten in das Zeitalter der Anarchie: diesaber ist zugleich das Zeitalter der geistigsten und freiestenIndividuen. Ungeheuer viel geistige Kraft ist in Um-schwung. Zeitalter der Genies: bisher verhindert durchSitten, Sittlichkeit u. s. w.

172.

(Vgl. Morgenröthe, Aph. 164.)

Rudimentäre Menschen solche, die jetzt der Zweck-mässigkeit der Art nicht mehr dienen: aber keine selbst-eignen Wesen geworden sind. Unzweckmässig inHinsicht auf die Art, noch nicht in Hinsicht auf kleineComplexe, und nicht in Hinsicht auf das Individuum!Sind die Zwecke des Individuums nothwendig dieZwecke der Gattung? Nein. Die individuelle Moral: inFolge eines zufälligen Wurfs im Würfelspiel ist einWesen da, welches seine Existenzbedingungen sucht,nehmen wir dies ernst und seien wir nicht Narren, unszu opfern für das Unbekannte!

I 73-

(Vgl. Morgenröthe, Aph. 164.)

Die ganze Tyrannei der Zweckmässigkeit derGattung einmal darzulegen! Wie! Wir sollten sie garnoch fördern? Sollten nicht vielmehr dem Individuumsoviel nur möglich zurückerobern? Alle Moralitätsoll darin aufgehen: was vererbbar auf die ganze Gattungist, soll den Werth ausmachen? Sehen wir doch aufdie zufälligen Würfe hin, die dabei Vorkommen müssen, ob da nicht manches vorkommt, was dem Gattungs-Ideal, gesetzt es würde einmal erreicht, zuwiderläuft!