viduellwerden. Man hat seine Noth mit dem ego, demhalbreifen tollen ego\ man will es wieder unter dieGlocke stellen.
169.
(Vgl. Bd. XI, Nachträge z. Morgenrötke, Aph. 546.)
Das Individuum nicht mehr als die ewige Sonder-barkeit und ehrwürdig! sondern als die complicirtesteThatsache der Welt, der höchste Zufall. Wir glaubenauch an seine Gesetzmässigkeit, ob wir sie schon nichtsehen. — Oder? Als entzogen der Erkennbarkeit, aberein Mittel der Erkenntniss, auch Hinderniss der Erkennt-nis, — nicht verehrungswürdig, etwas dubiös!
170.
(Vgl. oben S. 49, Aph. 79, S. 71, Aph. 124.)
Die Amöben-Ein heit des Individuums kommt zu-letzt! Und die Philosophen giengen von ihr aus, als obsie bei jedem da sei! — Die Sittlichkeit ist der Haupt-gegenbeweis : überall, wo das Individuum auftritt, tritt dieSittenverderbniss auf, das heisst: der individuelle Maass-stab von Lust und Unlust wird zum ersten Male gehand-habt, und da zeigt sich, wie innerhalb des Einzelnen dieTriebe noch gar nicht gelernt haben sich anzupassen, dieEinheit ist noch nicht da, oder in Form der gröbstenGewaltherrschaft eines Triebes über die andern, — sodass das Ganze gewöhnlich zu Grunde geht! — Damitbeginnt die Zeit der freien Menschen, — zahllose gehenzu Grunde. — Im Anblick davon rufen die „Weisen“ diealte Moral an und suchen sie als angenehm und nützlichfür den Einzelnen zu beweisen.