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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
Seite
92
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Wir können uns nur wenig im grossen schützen:ein Komet kann jeden Augenblick die Sonne zertrümmern,oder eine elektrische Kraft kann auftreten, in der miteinem Male das Sternsj^stem zerschmilzt. Was istStatistik in diesen Dingen! Wir haben für Erde undSonne vielleicht ein paar Millionen Jahre, in denen soetwas nicht geschehen ist: es beweist gar nichts. ZurVernatürlichung des Menschen gehört die Bereitschaft aufdas absolut Plötzliche und Durchkreuzende.

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(Vgl. oben S. 45 , Aph. 75-)

Der Egoismus ist etwas Spätes und immer nochSeltenes: die Heerdengefühle sind mächtiger und älter.Zum Beispiel: noch immer schätzt sich der Mensch sohoch, als die andern ihn schätzen (Eitelkeit). Noch immerwill er gleiche Rechte mit den andern und hat einWohlgefühl bei dem Gedanken daran, auch wenn er dieMenschen gleich behandelt (was doch der Gerechtigkeitdes suum cuique sehr zuwiderläuft!). Er fasst sich gar nichtals etwas Neues ins Auge, sondern strebt, sich die Mei-nungen der Herrschenden anzueignen, ebenfalls erziehter seine Kinder dazu. Es ist die Vorstufe des Egois-mus, kein Gegensatz dazu: der Mensch ist wirklich nochnicht mehr Individuum und ego\ als Function des Gan-zen fühlt er seine Existenz noch am höchsten und ammeisten gerechtfertigt. Deshalb lässt er über sich verfügen,durch Eltern Lehrer Kasten Fürsten, um zu einer ArtSelbstachtung zu kommen, selbst in der Liebe ister vielmehr der. Bestimmte als der Bestimmende, Ge-horsam, Pflicht erscheint ihm als dieMoral, das heisst: