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„Willens“. In Wahrheit sind alle unsre Triebe tliätig,aber in einer besondern gleichsam staatlichen Ordnungund Anpassung an einander, so dass ihr Resultat kein Phan-tasma wird: ein Trieb regt den andern an, jeder phan-tasirt und will seine Art Irrthum durchsetzen: aber jederdieser Irrthümer wird sofort wieder die Handhabe füreinen andern Trieb (zum Beispiel Widerspruch, Analyseu. s. w.). Mit allen den vielen Phantasmen erräth manendlich fast nothwendig die Wirklichkeit und Wahrheit,man stellt so viele Bilder hin, dass endlich eins trifft,es ist ein Schiessen aus vielen, vielen Gewehren nacheinem Wilde, ein grosses Würfelspielen, oft nicht in einerPerson, sondern in vielen, in Generationen sich abspielend:wo dann ein Gelehrter eben auch nur ein Phantasmadurchführt, und wenn es von einem andern zu nichte ge-macht ist, so hat sich die Zahl der Möglichkeiten(in der die Wahrheit stecken muss) verkleinert —ein Erfolg! Es ist eine Jagd. Je mehr Individuen einerin sich hat, umso mehr wird er allein Aussicht haben,eine Wahrheit zu finden, — dann ist der Kampf in ihm;und alle Kräfte muss er dem einzelnen Phantasma zuGebote stellen, und später wieder einem andern, entgegen-gesetzten: grosse Schwungkraft, grosser Widerwille amEinerlei, vielen und plötzlichen Ekel muss er haben.— JeneNaturen, welche nur vergleichen, was andere Einzelneschon phantasirt haben, bedürfen vor allem der Kälte:diese reden von der „Kälte der Wissenschaft“, es sinddie Unproductiven, eine wichtige Classe Menschen, da sieden Austausch zwischen den Producenten hersteilen,eine Art Kaufleute, sie schätzen den Werth der Producteab. Auch diese Fähigkeit kann in einem Menschen,der sonst productiv ist, zuletzt noch da sein. Aber aucheine wichtige Fähigkeit: den Genuss an allen den