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falschen dünkelhaften Welt die ewigen Gesetze ent-gegenzuhalten, wo es keine Lust und keinen Schmerzund Betrug giebt. Ist dies Selbstverneinung derEmpfindung, im Intellect? Der Sinn der Wahrheit ist:die Empfindung als die äusserliche Seite des Daseins zuverstehen, als ein Versehen des Seins, ein Abenteuer.Es dauert dafür kurz genug! Lasst uns diese Komödiedurchschauen und so geniessen! Lasst uns die Rück-kehr in’s Empfindungslose nicht als einen Rückgangdenken! Wir werden ganz wahr, wir vollenden uns.Der Tod ist umzudeuten! Wir versöhnen so mitdem Wirklichen, das heisst mit der todten Welt.
116.
(Vgl. oben S. 40, Aph. 6g, S. 44, 74.)
Ich muss nicht nur die Lehre von der Sünde, son-dern auch die vom Verdienste (Tugend) aufgeben. Wiein der Natur, — es bleiben die ästhetischen Urtheile!
„Ekelhaft, gewöhnlich, selten, anziehend, harmonisch,schroff, grell, widerspruchsvoll, quälend, entzückend“ u.s.w.Diese Urtheile sind aber auf eine wissenschaftlicheBasis zu stellen! „Selten“, was wirklich selten ist;vieles „Gewöhnliche“ als höchst werthvoll, mehr als dasSeltene u. s. w.
117.
Forscher wie Lecky können den Verfall einerMeinung nach ihrer grössten Herrschaft nie erklären.Die Meinungen (auf der Basis des Geschmacks) sindgrosse Krankheiten über viele Geschlechter hin, phy-siologisch endlich ausheilend und absterbend, — und dieMeinungen selber sind nur der uns bekannte Ausdruckeines physiologischen Vorgangs. Es giebt individuelle
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