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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
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59
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sehen (mehr Vernunft und Weisheit und Glück darin zuentdecken, als sie bis jetzt darin fanden). Sich selberhaben wollen: Selbstbeherrschung u. s. w.

94 -

(Vgl. Bd. XI, Nachträge zur Morgenröthe, Aph. 50; Jenseits, Aph. 45.)

Der Eigenthumstrieb Fortsetzung des Nahrungs-und Jagdtriebes. Auch der Erkenntnisstrieb ist einhöherer Eigenthumstrieb.

95 -

Im Wohlwollen ist verfeinerte Besitzlust, verfeinerteGeschlechtslust, verfeinerte Ausgelassenheit des Sicherenu. s. w. Sobald die Verfeinerung da ist, wird diefrühere Stufe nicht mehr als Stufe, sondern als Gegen-satz gefühlt. Es ist leichter, Gegensätze zu denken, alsGrade.

96,

(Vgl. Götzendämmerung, Streifzüge eines Unzeitgemässen, Nr. 23;

Antichrist, Cap. 23.)

Wenn ein Trieb intellectueller wird, so bekommter einen neuen Namen, einen neuen Reiz und neueSchätzung. Er wird dem Triebe auf der älteren Stufeoft entgegengestellt, wie als sein Widerspruch (Grau-samkeit zum Beispiel). Manche Triebe, zum Beispielder Geschlechtstrieb, sind grosser Verfeinerung durch denIntellect fähig (Menschenliebe, Anbetung von Maria undHeiligen, künstliche Schwärmerei. Plato meint, die Liebezur Erkenntniss und Philosophie sei ein sublimirter Ge-schlechtstrieb). Daneben bleibt seine alte directe Wir-kung stehen.