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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
Seite
38
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die Sättigung erreicht, aber nicht gewollt, die mo-mentane Lustempfindung bei jedem Bissen, so langeHunger da ist, ist das Motiv: nicht die Absichtum,sondern einVersuch beijedem Bissen, o b er noch schmeckt.Unsere Handlungen sind Versuche, ob dieser oder jenerTrieb daran seine Freude habe, bis ins Verwickeltstehinein spielend. Äusserungen des Dranges nach Thätig-keit, welche wir durch die Theorie der Zwecke miss-deuten und falsch verstehen. Wir bewegen unsre Fang-arme, und dieser oder jener Trieb findet in dem, waswir fangen, seine Beute und macht uns glauben, wirhätten beabsichtigt, ihn zu befriedigen.

64.

(Vgl. unten S. 49, Aph. 79.)

Wenn wir die Eigenschaften des niedersten belebtenWesens in unsreVernunft übersetzen, so werdenmo-ralische Triebe daraus. Ein solches Wesen assimilirtsich das Nächste, verwandelt es in sein Eigenthum(Eigenthum ist zuerst Nahrung und Aufspeicherung vonNahrung), es sucht möglichst viel sich einzuverleiben,nicht nur den Verlust zu compensiren, es ist hab-süchtig. So wächst es allein, und endlich wird es soreproductiv und theilt sich in zwei Wesen. Demunbegrenzten Aneignungstriebe folgt Wachsthum undGeneration. Dieser Trieb bringt es in die Ausnützungder Schwächeren und in Wettstreit mit ähnlich Starken,es kämpft, das heisst: es hasst, fürchtet, verstelltsich. Schon das Assimiliren ist: etwas Fremdes sichgleich machen, tyrannisiren, Grausamkeit.

65 -

Wenn unsre Affecte das Mittel sind, um die Be-wegungen und Bildungen eines gesellschaftlichen