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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
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Organismen. Aber man kann sämmtliche uns bewussteAffecte in ihnen wiederfinden; zuletzt, wenn dies ge-schehn ist, drehen wir die Sache um und sagen:das was wirklich vor sich geht, bei der Regsamkeitunsrer menschlichen Affecte, sind jene physiologischenBewegungen, und die Affecte (Kämpfe u. s. w.) sind nurintellectuelle Ausdeutungen, dort wo der Intellect garnichts weiss, aber doch alles zu wissen meint. Mit demWortÄrgerLiebeHass meint er daswarum be-zeichnet zu haben, den Grund der Bewegung; ebensomit dem WorteWille u. s. w. Unsre Naturwissen-schaft ist jetzt auf dem Wege, sich die kleinsten Vor-gänge zu verdeutlichen durch unsre angelernten Affect-Gefühfe, kurz eine Sprechart zu schaffen für jeneVorgänge: sehr gut! Aber es bleibt ein Bilderrede.

61.

(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. n, 354.)

Sonderbar: das, worauf der Mensch am stolzestenist, seine Selbsterziehung durch die Vernunft, wird eben-falls von den niedrigsten Organismen geleistet, und besser,zuverlässiger! Das Handeln nach Zwecken ist aber that-sächlich nur der allergeringste Theil unserer Selbst-regulirung: handelte die Menschheit wirklich nach ihrerVernunft, das heisst nach der Grundlage ihres Meinensund Wissens, so wäre sie längst zu Grunde gegangen.Die Vernunft ist ein langsam sich entwickelndes Hülfs-organ, das ungeheure Zeiten hindurch glücklicherweisewenig Kraft hat, den Menschen zu bestimmen, es arbeitetim Dienste der organischen Triebe und emancipirt sichlangsam zur Gleichberechtigung mit ihnen, so dassVernunft (Meinung und Wissen) mit den Trieben kämpft,als ein eigener neuer Trieb und spät, ganz spät zumÜbergewicht kommt.