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zählige Male ist dem durch Reize hervor gebrachten Vor-gänge das Bild des Vorgangs in Auge und Gehirn ge-folgt, und schliesslich ist ein Band da, so fest, dassder umgedrehte Process eintritt: sobald jenes Bild ent-steht, entsteht die entsprechende Bewegung, das Bilddient als auslösender Reiz.
Damit ein Reiz wirklich auslösend wirkt, muss erstärker sein als der Gegenreiz, der immer auch da ist,zum Beispiel die Lust der Ruhe, der Trägheit muss auf-gehoben werden. So wirkt das Bild eines Vorgangsnicht immer als auslösender Reiz, weil ein wirklicherGegenreiz da ist, der stärker ist. Wir reden da von„Wollen-und-nicht-Können“. — Der Gegenreiz ist häufignicht in unserm Bewusstsein, wir merken aber einewiderstrebende Kraft, die dem Reiz des Bildes, und seies noch so deutlich, die Kraft entzieht. Es ist einKampf da, obschon wir nicht wissen, wer kämpft. Wille,der zur That führt, tritt ein, wenn der widerstrebendeReiz schwächer ist, — wir merken immer etwas voneinem Widerstande, und das giebt, falsch gedeutet,jenes Nebengefühl von Sieg beim Gelingen des Ge-wollten. In dieser falschen Deutung haben wir den Ur-sprung vom Glauben an den freien Willen. „W i r“ sindes nicht, die ihre Vorstellung zum Siege bringen, — son-dern sie siegt, weil der Gegenreiz schwächer ist. Abergar, dass der Mechanismus vor sich geht, hat gar nichtsmit unsrer Willkür zu thun, — wir kennen ihn nicht ein-mal! Wie könnten wir ihn auch nur „wollen“! Was istzum Beispiel das Ausstrecken unsres Arms für unserBewusstsein!