23
kommnes und Oft-Fehlgreifendes im Vergleich zu derwirklich eingeborenen einverleibten arbeitenden Einheitaller Functionen. Unbewusst ist die grosse Hauptthätig-keit. Das Bewusstsein erscheint erst gewöhnlich, wenndas Ganze sich wieder einem höheren Ganzen unter-ordnen will, — als Bewusstsein zunächst dieses höherenGanzen, des Ausser-sich. Das Bewusstsein entsteht inBezug auf das Wesen, dem wir Function seinkönnten, — es ist das Mittel, uns einzuverleiben. Solange es sich um Selbsterhaltung handelt, ist Bewusst-sein des Ich unnöthig. — So wohl schon im niederstenOrganismus. Das Fremde, Grössere, Stärkere wird alssolches zuerst vorgestellt. — Unsre Urtheile über unser„Ich“ hinken nach, und werden nach Einleitung desAusser-uns, der über uns waltenden Macht vollzogen.Wir bedeuten uns selber das, als was wir imhöheren Organismus gelten — allgemeines Gesetz.
Die Empfindungen und dieAffecte des Organischensind alle längst fertig entwickelt, bevor das Einheitsgefühldes Bewusstseins entsteht.
Älteste Organismen: chemische langsame Pro-cesse, in noch viel langsamere wie in Hüllen einge-schlossen, von Zeit zu Zeit explodirend und dann umsich greifend und dabei neue Nahrung an sich ziehend.
33 »
Wie fremd und überlegen thun wir hinsichtlich desTodten, des Anorganischen, und inzwischen sind wir zudrei Viertel eine Wassersäule und haben anorganischeSalze in uns, die über unser Wohl und Wehe vielleichtmehr vermögen, als die ganze lebendige Gesellschaft!