— 24 —
34 -
Das Unorganische bedingt uns ganz und gar:Wasser, Luft, Boden, Bodengestalt, Electricität u. s. w.Wir sind Pflanzen unter solchen Bedingungen.
35 -
(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 109.)
Wir können uns das Werden nicht anders denken,als den Übergang aus einem beharrenden „todten“ Zu-stand in einen andern beharrenden „todten“ Zustand.Ach, wir nennen das Todte das Bewegungslose! Als obes etwas Bewegungsloses gäbe! Das Lebende ist keinGegensatz des Todten, sondern ein Specialfall.
36.
Es ist ein falscher Gesichtspunkt: um die Gattungzu erhalten, werden unzählige Exemplare geopfert. Einsolches „um“ giebt es nicht! Ebenso giebt es keine Gat-tung, sondern lauter verschiedene Einzelwesen! Also giebtes auch keine Opferung, Verschwendung! Also auchkeine Unvernunft dabei! — Die Natur will nicht die„Gattung erhalten“! Thatsächlich erhalten sich viele ähn-liche Wesen, mit ähnlichen Existenzbedingungen leichterals abnorme Wesen.
37 -
(Vgl. Morgenröthe, Aph. 130.)
Neuer Blick auf die Welt in Hinsicht auf Intelligenzund Güte. Ist die Menschheit eine Ausnahme? Ist imganzen ihr Grad von Intelligenz und Güte gleichenRanges wie der in der Natur? Ja. — Nun aber habenwir die „Zweckmässigkeit“ und „Intelligenz“ der Naturzu verstehen — sie ist gar nicht da! Ebensowenig