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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
Seite
18
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19.

Hier das Gebirge zeigt seine drei Höcker: mit einemschärferen Glase sehe ich eine Menge neuer Höcker, dieLinie wird bei jedem schärferen Glase immer neu, diealte zum willkürlichen Phantasma. Endlich komme ichan den Punkt, wo die Linie nicht mehr zu beobachtenist, weil die Bewegung der Vermittlung unsrerAugen entgeht. Die Bewegung aber hebt dieLinie auf!

(Vgl. Morgenröthe, Aph. 117.)

Jedes Ding an jedem messbar: aber ausserhalb derDinge giebt es kein Maass: weshalb an sich jede Grösseunendlich gross und unendlich klein ist. Dagegen giebtes vielleicht eine Zeiteinheit, welche fest ist. Die Kräftebrauchen bestimmte Zeiten, um bestimmte Qualitäten zuwerden.

21.

(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 112.)

Erst das Nacheinander bringt die Zeitvorstellunghervor. Gesetzt, wir empfänden nicht Ursachen undWirkungen, sondern ein continuum, so glaubten wir nichtan die Zeit. Denn die Bewegung des Werdens bestehtnicht aus ruhenden Punkten, aus gleichen Ruhe-strecken. 0 Die innere Peripherie eines Rades ist,ebenso wie die äussere Peripherie, immer bewegt und,obschon langsamer, doch, im Vergleich zur schneller be-wegten äusseren, nicht ruhend. Zwischen langsamer undschneller Bewegung ist mit derZeit nicht zu ent-scheiden. Im absoluten Werden kann die Kraft nie ruhen,nie Unkraft sein:langsame und schnelle Bewegung