derselben“ misst sich nicht an einer Einheit, welche dafehlt. Ein continuum von Kraft ist ohne Nachein-ander und ohne Nebeneinander (auch dies setztewieder menschlichen Intellect voraus und Lücken zwischenden Dingen). Ohne Nacheinander und ohne Nebenein-ander giebt es für uns aber kein Werden, keine Vielheit,— wir könnten nur behaupten, jenes continuum sei eins,ruhig, unwandelbar, kein Werden, ohne Zeit und Raum.Aber das ist eben nur der menschliche Gegensatz.
22 .
(Vgl. Morgenröthe, Aph. 117; Fröhliche Wissenschaft, Aph. 374.)
Dem wirklichen Verlaufe der Dinge muss auch einewirkliche Zeit entsprechen, ganz abgesehn von demGefühle langer und kurzer Zeiträume, wie sie erkennendeWesen haben. Wahrscheinlich ist die wirkliche Zeit un-säglich viel langsamer, als wir Menschen die Zeitempfinden: wir nehmen so wenig wahr, obschon auchfür uns ein Tag sehr lang erscheint, gegen denselbenTag im Gefühl eines Insects. Aber unser Blutumlaufkönnte in Wahrheit die Dauer eines Erd- und Sonnen-laufs haben. — Sodann empfinden wir uns wahrscheinlichals viel zu gross und haben darin unsre Überschätzung,dass wir ein zu grosses Maa'ss in den Raum hinein-empfinden. Es ist möglich, dass alles viel kleiner ist.Also die wirkliche Welt kleiner, aber viel langsamerbewegt, aber unendlich reicher an Bewegungen,als wir ahnen.
23 -
(Vgl. Jenseits von Gut und Böse, Apli. 12.)
Der Stoss ist nicht die erste mechanische That-sache, sondern dass etwas da ist, welches stossen kann,