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im Kleinsten da, in jedem Nerv; und es ist eben regel-mässig, ob es auch in der Zeit uns unberechenbarerscheint. Dauernd ist das, dessen Veränderungenwir nicht sehen, weil sie zu allmählich und zu fein füruns sind.
16.
Die Erkenntniss hat den Werth, i. die „absolute Er-kenntniss“ zu widerlegen, 2. die objective zählbare Weltder nothwendigen Aufeinanderfolge zu entdecken.
Es giebt für uns nicht Ursache und Wirkung, son-dern nur Folgen („Auslösungen“).
1 7 -
(Vgl. Bd. XI, Nachträge zur Morgenröthe, Aph. 244.)
Unsre Sinne zeigen uns nie ein Nebeneinander,sondern stets ein Nacheinander. Der Raum und diemenschlichen Gesetze des Raumes setzen die Realitätvon Bildern, Formen, Substanzen und deren Dauerhaftig-keit voraus, das heisst: unser Raum gilt einer imaginärenWelt. Vom Raum, der zum ewigen Fluss der Dingegehört, wissen wir nichts.
18.
(Vgl. Menschliches I, Aph. ir, 19; Götzendämmerung, die Vernunft inder Philosophie, Abschn. 3.)
Unsre Annahme, dass es Körper Flächen FinienFormen giebt, ist erst die Folge unsrer Annahme, dasses Substanzen und Dinge, Beharrendes giebt. So gewissunsre Begriffe Erdichtungen sind, so sind es auch dieGestalten der Mathematik. Dergleichen giebt es nicht, —wir können eine Fläche, einen Kreis, eine Linie ebensowenig verwirklichen als einen Begriff. Die ganzeUnendlichkeit liegt immer als Realität und Hemmnisszwischen zwei Punkten.
Nietzsche, Werke II. Abtheilung Band XII.
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