sophen haben das Ziel gehabt, zum Beweis des ewigenBeharrens, weil der Intellect darin seine eigentliche Formund Wirkung fühlt.
12.
Das Ähnliche ist kein Grad des Gleichen: sondernetwas vom Gleichen völlig Verschiedenes.
13 -
(Vgl. Bd. XI, Nachträge zur Morgenröthe, Aph. 241.)
Unser Gedächtniss beruht auf dem Gleichsehenund Gleichnehmen: also auf dem Ungenausehen; es istursprünglich von der grössten Grobheit und sieht fastalles gleich an. — Dass unsre Vorstellungen als aus-lösende Reize wirken, kommt daher, dass wir viele Vor-stellungen immer als das Gleiche vorstellen und em-pfinden, also auf dem groben Gedächtniss, welchesgleich sieht, und der Phantasie, welche aus Faulheitgleich dichtet, was in Wahrheit verschieden ist. — DieBewegung des Fusses als Vorstellung ist von der darauffolgenden Bewegung höchst verschieden.
14.
Urbild ist eine Fiction wie Zweck, Linie u. s. w. Dasder Gestalt nach Ähnliche wird in der Natur nie er-strebt, sondern es entsteht, wo wenig verschiedeneGrade in der Quantität der Kräfte walten. „Wenig“ ver-schieden für uns! Und „ähnlich“ für uns!
* 5 -
(Vgl. Fröhliche "Wissenschaft, Aph. 112.)
Die plötzlichen Dinge haben die Menschen aneinen falschen Gegensatz gewöhnt, sie nennen es dauernd,regelmässig u. s. w., — aber Plötzliches ist fortwährend