Glauben an das Selbstidentische und Beharrende ent-standen sein. — Ich meine, dass schon alles Organischedas Vorstellen voraussetzt.
9 -
(Vgl. Menschliches, Allzumenschliches I, Aph. 18.)
In der Art, wie die Erstlinge organischer BildungenReize empfanden und das Ausser-sich beurtheilten, mussdas lebenerhaltende Princip gesucht werden: der-jenige Glaube siegte, erhielt sich, bei dem das Fort-leben möglich wurde: nicht der am meisten wahre,sondern am meisten nützliche Glaube. „Subject“ istdie Lebensbedingung des organischen Daseins, deshalbnicht „wahr“, sondern Subject-Empfindung kann wesent-lich falsch sein, aber als einziges Mittel der Erhaltung.Der Irrthum Vater des Lebendigen.
Dieser Urirrthum ist als ein Zufall zu verstehen!zu errathen!
In den entwickeltsten Zuständen begehen wir immernoch den ältesten Irrthum: zum Beispiel stellen wir unsden Staat als Ganzes, Dauerndes, Wirkliches, als Dingvor und demgemäss ordnen wir uns ihm ein, als Func-tion. Ohne die Vorstellung des Protoplasma von einem„dauernden Dinge“ ausser ihm gäbe es keine Einordnung,keine Assimilation. .
io.
(Vgl. Fröhliche Wissenschaft, Aph. 111; Bd. XI, Sorrentiner Papiere, Aph. 5und Nachträge zur Morgenröthe, Aph. 241.)
Damit es überhaupt ein Subject geben könne, mussein Beharrendes da sein und ebenfalls viele Gleichheitund Ähnlichkeit da sein. Das unbedingt Verschiedne