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12 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 4 (1897) Schriften und Entwürfe 1881 - 1885 : Die Wiederkunft des Gleichen; Nachträge zur "Fröhlichen Wissenschaft"; Vorarbeiten und Nachträge zu "Also sprach Zarathustra"; Bruchstücke zu den Liedern Zarathustra's; Gedicht-Fragmente; Böse Weisheit: Aphorismen und Sprüche
Entstehung
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Vorstellens und Glaubens. Wenn wir alles Nothwen-dige in unsrer jetzigen Denkweise feststellen, so habenwir nichts für dasWahre an sich bewiesen, sondern nurdas Wahre für uns, das heisst das Dasein-uns-Ermög-lichende auf Grund der Erfahrung, und der Processist so alt, dass Umdenken unmöglich ist. Alles a priorigehört hierher.

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Die Vernunft! Ohne Wissen ist sie etwas ganzThörichtes, selbst bei den grössten Philosophen. Wiephantasirt Spinoza über die Vernunft! Ein Grund-irrthum ist der Glaube an die Eintracht und das Fehlendes Kampfes, dies wäre eben Tod! Wo Leben ist,ist eine genossenschaftliche Bildung, wo die Genossenum die Nahrung, den Raum kämpfen, wo die schwäche-ren sich anfügen, kürzer leben, weniger Nachkommenhaben. Verschiedenheit herrscht in den kleinsten Dingen,Samenthierchen, Eiern, die Gleichheit ist ein grosserWahn. Unzählige Wesen gehen am Kampf zu Grunde,einige seltene Fälle erhalten sich. Ob die Vernunftbisher im ganzen mehr erhalten als zerstört hat, mit ihrerEinbildung, alles zu wissen, den Körper zu kennen, zuwollen? Die Centralisation ist gar keine so voll-kommne, und die Einbildung der Vernunft, diesCentrum zu sein, ist gewiss der grösste Mangel dieserV ollkommenheit.

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(Vgl. Jenseits von Gut und Böse, Aph. 16; Götzendämmerung, die Vernunftin der Philosophie; Bd. XI, Nachträge zur Morgenröthe, Aph. 242, 244.)

Grundgewissheit.Ich stelle vor, also giebtes ein Sein: cogito, ergo est. Dass ich dieses Vorstellendes Sein bin, dass Vorstellung eine Thätigk'eit desIch ist, ist nicht mehr gewiss: ebensowenig alles, was