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52Ö.
Die Thiere, welche durch eine entsetzliche Bunt-heit aller Augen auf sich ziehen, werden trotzdem sehrin Ruhe gelassen: sie haben alle eine böse Waffe, einGift und dergleichen. — Ein Gleichniss.
527-
Gegen jedermann ein spitzes zweischneidiges auf-reizendes Wörtchen haben: das sind die, welche es gernhaben, wenn die Achsen schneller laufen, und etwas nach-helfen. Aber es giebt Tollkühne, welche jedermannrasend machen wollen, um sich so der Wirkung ihrerKraft zu freuen.
528.
Die schüchternsten Mädchen präsentiren sich halbnackt, wenn es die Mode gebietet, und selbst verwelktealte Weiber wagen einem solchen Gebote nicht zu wider-stehen, so geistreich und gut sie sonst auch sein mögen.
529-
Wie ist der entmenschte Mensch zu denken, wennder Mensch das entthierte Thier ist?
530 .
Die Anrede „mein Herr“ zeigt, wie sehr allen Men-schen die Unterwerfung schmeichelt, und wie jeder vorallem stolz und herrschend gedacht werden will.
53 1 -
Wir gehen leichter an unsern Stärken als an unsernSchwächen zu Grunde; denn in Bezug auf diese lebenwir vernünftig, nicht aber in Bezug auf unsere Stärken.
Nietzsche, Werke II. Abtheilung Band XI.
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